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Neuerungen in SketchUp 2027

SketchUp 2027 bringt mehr Flexibilität in die 3D-Modellierung, neue Möglichkeiten für professionelle Schnittdarstellungen, deutlich schnellere Abläufe in LayOut und Verbesserungen beim Austausch von CAD- und BIM-Daten.

Procedural Tools: 3D-Modelle flexibel verändern

Mit den neuen Procedural Tools führt SketchUp 2027 eine besonders wichtige Weiterentwicklung der 3D-Modellierung ein: Geometrie wird nicht nur erzeugt, sondern bleibt über ihre zugrunde liegenden Schritte veränderbar. Ändert sich ein Entwurf, müssen Sie bestimmte Formen, Aussparungen oder Anordnungen nicht komplett neu aufbauen. Stattdessen bearbeiten Sie die ursprünglichen Eingaben und entwickeln das Modell weiter.

Die fünf miteinander kombinierbaren Möglichkeiten sind Procedural Follow Me, Procedural Solid Tools, Procedural Copy Along, Stacking und Sharing Inputs. Sie helfen insbesondere bei wiederkehrenden Bauteilen, komplexen Fassaden, Profilen, Durchbrüchen und mehrfach überarbeiteten Entwurfsvarianten.

Die folgenden Videos zeigen die einzelnen Werkzeuge im Einsatz. Die zugehörigen Pfade, Profile und Einstellungen können – je nach Verfahren – nachträglich angepasst werden. Die Procedural Tools sind in SketchUp für Desktop und Web vorgesehen.

Procedural Follow Me

Mit Procedural Follow Me lassen sich Profile entlang eines Pfads führen, wobei das Ergebnis dynamisch editierbar bleibt. Sie können die ursprüngliche Skizze erneut öffnen und Pfad oder Profil verändern, ohne die nachfolgenden Arbeitsschritte komplett zu wiederholen. Auch mehrere Profile auf einem einzigen Pfad sind möglich. Transparente Vorschauen und gestrichelte Begrenzungen erleichtern die Auswahl und Bearbeitung – beispielsweise bei Gesimsen, Geländern oder komplexen Profilgeometrien.

Procedural Solid Tools

Die Procedural Solid Tools ermöglichen nicht-destruktive boolesche Operationen mit Volumenkörpern. Ihre Ausgangsgeometrie bleibt bearbeitbar, sodass sich ein Ausschnitt oder eine Kombination nachträglich verändern lässt. Mit Solid Collections können Operationen auch mehrschichtig verschachtelte Komponenten durchdringen. Im Bereich Elementinformationen lassen sich die Operationen ändern oder umkehren – hilfreich, wenn sich eine Konstruktion während der Planung entwickelt.

Procedural Copy Along

Die Procedural Solid Tools ermöglichen nicht-destruktive boolesche Operationen mit Volumenkörpern. Ihre Ausgangsgeometrie bleibt bearbeitbar, sodass sich ein Ausschnitt oder eine Kombination nachträglich verändern lässt. Mit Solid Collections können Operationen auch mehrschichtig verschachtelte Komponenten durchdringen. Im Bereich Elementinformationen lassen sich die Operationen ändern oder umkehren – hilfreich, wenn sich eine Konstruktion während der Planung entwickelt.

Procedural Stacking

Beim Procedural Stacking werden mehrere Modellierverfahren miteinander verknüpft. Beispielsweise können Ergebnisse aus Follow Me und Copy Along wiederum als Eingaben für die booleschen Solid Tools dienen. Dadurch entstehen komplexe, weiterhin dynamisch editierbare Baugruppen. Ändert sich ein früher Schritt, muss die nachgelagerte Geometrie nicht von Hand neu aufgebaut werden – ein Vorteil bei anspruchsvollen oder häufig geänderten Konstruktionen.

Sharing Inputs: gemeinsame Pfade

Sharing Inputs erlaubt es, denselben Pfad als gemeinsame Grundlage für mehrere Verfahren zu nutzen. Eine Änderung am gemeinsamen Pfad wirkt sich entsprechend auf die damit verbundenen Operationen aus. Das ist beispielsweise für zusammengehörende Fassaden- oder Geländereihen praktisch: Statt mehrere Einzelpfade separat zu verändern, bearbeiten Sie eine zentrale Eingabe und halten die abhängigen Geometrien konsistent.

Neue Schnittschraffuren für aussagekräftige Pläne

Mit Section Fill Hatch Patterns können Sie Schnitte wesentlich differenzierter darstellen als mit einer einheitlichen Schnittfüllung. Innerhalb eines Modells und derselben Ansicht lassen sich mehrere Schraffurmuster verwenden – beispielsweise, um verschiedene Materialien, Bauteilschichten oder Konstruktionsbereiche klar voneinander abzugrenzen.

Die Schraffuren können Sie pro Objekt, Material, Schnittebene oder über einen globalen Stil steuern. Neben einer Bibliothek vordefinierter Muster werden auch Hintergrundfarben, die individuelle Drehung und Skalierung der Muster sowie der Import eigener .PAT-Dateien unterstützt.

Dadurch gewinnen Schnittansichten bereits im SketchUp-Modell an Aussagekraft. Das erleichtert die Kommunikation von Konstruktionen im Team und bietet eine präzisere Grundlage für die nachfolgende Plandokumentation in LayOut.

Section Fill Hatch Patterns

AutoFit Live Components: Komponenten passen sich automatisch an

Mit AutoFit Live Components reagieren entsprechend vorbereitete Komponenten intelligenter auf die Fläche, auf der Sie platziert werden. Anstatt ein Element anschliessend von Hand auszurichten und zu skalieren, erkennt das System die Zielfläche und passt Grösse, Position beziehungsweise Ausrichtung und Konfiguration automatisch an deren Geometrie an.

Die Platzierung funktioniert auch auf Flächen mit bereits vorhandenen Öffnungen. Das macht die Methode besonders interessant für Fenster- und Türelemente, Innenausbauten sowie andere konfigurierbare Bauteile. Für Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsplanung stehen entsprechende Live Components im 3D Warehouse bereit.

Die Funktion ist für SketchUp auf Desktop, Web und mobilen Geräten vorgesehen. Wichtig ist, dass das eingesetzte Live Component die AutoFit-Funktion unterstützt.

LayOut 2027: schneller zeichnen, flexibler gestalten

LayOut 2027 verbessert sowohl die Geschwindigkeit professioneller Plandokumentation als auch die Freiheit bei der Ausarbeitung von Details. Besonders die folgenden drei Neuerungen sind für die Arbeit mit grösseren SketchUp-Modellen interessant.

1. Deutlich schnelleres Vektor-Rendering: Die überarbeitete Hidden-Line-Rendering-Engine (HLR) verteilt die Berechnung von Vektorlinien auf mehrere CPU-Kerne. Bei aufwendigen Szenen kann sich die Renderingzeit um bis zu 85 % reduzieren. Auch der Wechsel zwischen Ansichten sowie der Export von Vektor-PDFs und DWG-Dateien profitieren von der neuen Verarbeitung.

2. Paperless Canvas: Im neuen Draw Mode können Sie Details direkt im Massstab 1:1 zeichnen und ausarbeiten, bevor Sie sich auf eine Blattgrösse oder ein Seitenlayout festlegen. Wenn Sie ein SketchUp-Ansichtsfenster auswählen, kann LayOut dessen Massstab übernehmen. Mit dem Regler «Fade rest of document» blenden Sie die übrigen Inhalte optisch zurück, um präzise über einer Modellansicht zu zeichnen.

3. Direkte Bildanpassungen: Helligkeit, Kontrast, Deckkraft sowie Farbton und Sättigung lassen sich nicht-destruktiv in LayOut verändern. Dies funktioniert bei geeigneten SketchUp-Raster- und Hybridansichten ebenso wie bei importierten Fotografien und Renderings. Sie können Präsentationsgrafiken dadurch häufig direkt in LayOut optimieren, ohne sie zuerst in einem externen Bildbearbeitungsprogramm neu speichern zu müssen.

sketchup 2027 layout performance
SketchUp 2027 auf einen Blick: Neuerungen
SketchUp 2027 auf einen Blick: Neuerungen

Besserer CAD- und BIM-Datenaustausch

SketchUp 2027 erweitert die CAD- und BIM-Schnittstellen für einen nachvollziehbareren Austausch von Modellen und Informationen mit anderen Planungsanwendungen. Die Neuerungen betreffen insbesondere vier Formate:

  • DWG und DXF: Beim Import können Sie die Auflösung einer aus CAD-Daten erzeugten Netzgeometrie gezielter einstellen – über Winkelabweichung (Angular Deviation), Sehnentoleranz (Chordal Tolerance) und maximale Kantenlänge (Max Edge Length). Für den Export lassen sich geglättete oder facettierte Netze auswählen. Damit lässt sich die Detailtreue besser an den jeweiligen Workflow anpassen.
  • IFC: Der Import und Export unterstützt verbesserte Abläufe für Bewehrungselemente und Beleuchtungsobjekte. Die Unterstützung von Koordinatenreferenzsystemen verbessert die korrekte Positionierung beim Datenaustausch. Importierte IFC-Modelle lassen sich nach Klasse oder Layer organisieren. Ein neues Property Set zur Komponenten-Nachverfolgung erleichtert die Zuordnung von Bauteilen.
  • TrimBIM (.trb): Der überarbeitete Importer und Exporter soll die Funktionsübereinstimmung mit IFC herstellen und dabei Outliner-Strukturen, Tags und Metadaten erhalten. Teams können dadurch das kompaktere TrimBIM-Format für passende Arbeitsabläufe nutzen, ohne auf wichtige BIM-Modellinformationen zu verzichten.
  • USD: Die Unterstützung wird auf .usd, .usda, .usdc und .usdz erweitert. Zusätzliche Import- und Exportoptionen steuern unter anderem Orientierung, Mesh-Behandlung, Detailtreue und Texture Baking – besonders relevant für Visualisierung und Datenaustausch zwischen 3D-Anwendungen.

Gerade bei Projekten mit mehreren Fachplanern zählt nicht nur eine saubere Modellgeometrie, sondern auch eine möglichst konsistente Weitergabe der dazugehörigen Informationen. Für die gemeinsame Projektablage und Zusammenarbeit ergänzt Trimble Connect den Modellierungs-Workflow als cloudbasierte Plattform.

sketchup 2027 bim ifc
sketchup 2027 dwg

Modernisierte Oberfläche auf Mac und Windows

Mit SketchUp 2027 entwickelt sich die Benutzeroberfläche für Mac und Windows weiter in Richtung eines einheitlichen Arbeitsumfelds. Insbesondere unter macOS profitieren Anwenderinnen und Anwender von andockbaren Werkzeugleisten und Bedienfeldern: Statt zahlreiche frei schwebende Fenster zu organisieren, lassen sich Leisten und Registerkarten direkt an den Bildschirmrändern platzieren.

Die neue Multiple Document Interface (MDI) ermöglicht es ausserdem, mehrere geöffnete SketchUp-Modelle als verschiebbare Dokument-Tabs in einem Anwendungsfenster zu verwalten. Zwischen aktiven Projekten oder Varianten kann dadurch ohne überlappende Fenster gewechselt werden. Auch das Kopieren und Einfügen von Elementen zwischen geöffneten Modellen wird übersichtlicher.

Das Ziel: weniger Aufwand für die Fensterorganisation und ein konsistenterer Arbeitsablauf – unabhängig davon, ob Sie Ihre Modelle am Mac oder an einem Windows-Rechner bearbeiten.

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Ausführliche Informationen finden Sie auf der offiziellen Website SketchUp